Probleme mit dem Kieferorthopäden?!

Dieses Thema im Forum "Headgear und andere externe Geräte" wurde erstellt von momo36, 19 Oktober 2017.

  1. momo36

    momo36 New Member

    Guten Morgen, ich habe mich hier gerade angemeldet, da mein Sohn eine Spange besitzt, wir aber nicht mit der Behandlung zufrieden sind. Ich bräuchte da mal Hilfe.
    Ende letzten Jahres Vorstellung beim Kieferorthopäden. Er meinte mein Sohn solle erstmal ein Headgear tragen für 1,5 Jahre. Gesagt getan, nach 3 Monaten bei der Kontrolle meinte der KO das bringt nichts bei meinem Sohn (er hat es immer regelmäßig getragen). Er bräuchte so ein "Gestell", das mit zwei Schrauben im Kiefer verankert ist, damit die Backenzähne nach hinten gezogen werden. Allerdings ist das keine Kassenleistung sondern Privat und kostet 1500 Euro. Wir haben uns beratschlagt und dem Schlussendlich zugestimmt. Zwei Schrauben kamen rein unter örtlicher Betäubung, nach 4 Tagen wurde der Draht eingesetzt. 8 Wochen später, Sonntag Abend Notfall - Zahnklinik. Die Schrauben haben sich entzündet. Am Montag zum KO Schrauben raus und heilen lassen, Sohn hatte wahnsinnige Schmerzen, aber gut habe ich mir gedacht, kann ja mal vorkommen. Zwischenzeitlich ein "Ersatz" eingebaut, mit einem Bogen über den Backenzähnen. Das Ersatzgestell irgendwann rausgebrochen, hatte plötzlich mein Sohn im Mund. Dann wieder zum KO 2 neue Schrauben reinbekommen wieder unter örtlicher Betäubung. 3 Tage später wieder entzündet. KO meinte, es läge an seinem Knochen. Aber er will von der Behandlung nicht ablassen. Er will wieder Schrauben rein machen. Ich habe im Moment die Ratenzahlung über die 1500 Euro eingestellt, da das "Ding" ja noch nicht mal eingesetzt ist, sondern sich ständig entzündet. Habe mir eine Zweitmeinung eingeholt, der neue KO meinte, es reiche bei meinem Sohn eine feste Spange und nicht so was mit Schrauben im Gaumen, außerdem meinte dieser, solche Schrauben werden normalerweise von einen Kieferchirurgen eingesetzt und nicht vom KO. Mein Sohn, will nicht mehr zu dem alten gehen, da er ständig Schmerzen hat, kaum noch in der Schule ist und der alte KO läßt nicht mit sich reden. Ich habe sogar bei der KK angerufen und nachgefragt, zwecks Wechsel. Die stellen sich quer. Ich bin jetzt soweit, dass ich die ganze Behandlung abbreche, weil ich es meinem Sohn nicht mehr zumuten will. Nur Schmerzen, kann nichts essen, viele Fehltage in der Schule. Was habe ich denn noch für Möglichkeiten. Ich bin gerade total verzweifelt. Der andere KO würde die Behandlung machen, aber nur nach einem neuen Kostenplan. Aber das will die KK nicht. Kennt sich jemand damit aus und könnte mir helfen. Falls noch Fragen sind, her damit. Sorry das es jetzt so lange wurde....
     
  2. joda

    joda Moderator Mitarbeiter

    Dass es mal anders läuft, als geplant, kommt vor. Wenn aber dass Vertrauen weg ist, dann solltet ihr wechseln. Dass ein anderer KFO die Behandlung ggf. anders fortsetzt, ist ebenfalls nicht ungewöhnlich. Dafür ist natürlich ein neuer HKP nötig. Das wird die KK vermutlich nicht zahlen. Aber der neue KFO kann die Röntgenbilder und Unterlagen beim bisherigen KFO anfordern. Das sollte Deine Kosten etwas reduzieren. Wer weiß, vielleicht bist Du dort unterm Strich mit privater Zuzahlung sogar günstiger. Ruf am besten den neuen KFO an und besprich den Ablauf mit ihm bzw. lass Dich beraten. Die Formalitäten mit der KK wird vermutlich er besser regeln. Ein Wechsel an sich ist nichts ungewöhnliches. Nur Mut!

    Gruß
    joda
     
  3. momo36

    momo36 New Member

    Guten Morgen Joda, also der andere KO möchte so die Behandlung nicht fortsetzen, sondern komplett neu beginnen. Die KK möchte zuerst den HKP sehen und entscheidet dann, der KO möchte aber erst eine Zusage von der KK. Also läuft alles im Kreis.... Der neue KO möchte aber auch ganz neue Röntgenbilder, Abdrücke etc. machen und nichts von dem alten übernehmen. Das sollte wie eine Neubehandlung erfolgen und genau in diesem Fall streikt eben die KK. Möglichkeit wäre, er würde einen HKP erstellen mit allem Drum und Dran und den einreichen. Wenn die KK den übernimmt und dem zustimmt ist alles ok, ansonsten müsste ich den HKP mit Allem selber übernehmen. Aber das geht im Moment bei mir finanziell nicht. Ich weiß zwar, dass ich auf alles eine Zuzahlung leisten muss, aber mir ist das Risiko zu hoch, dass die KK doch ablehnt. Bei den anderen Kosten, die auf mich zukommen, wie z. B. Feste Zahnspange etc.... könnte ich Ratenzahlung vereinbaren. Ich hoffe Du verstehst, gerade was ich meine? ;-)
     
  4. joda

    joda Moderator Mitarbeiter

    Das ist natürlich ein „Teufelskreis“. Daß der neue KFO bei einem so frühen Behandlungsstadium komplett neu beginnen will, ist aber auch verständlich. Dafür benötigt er natürlich einen neuen HKP mit Modellen und Röntgenbildern. Gerade letztere sollte er aber anfordern, da man ja nicht mehr Röntgen sollte, als unbedingt nötig. Bei den Modellen ist das so eine Sache. Ganz aktuelle Modelle wird es ja nicht geben, da ja schon etwas behandelt wurde. Sprich der HKP und die Modelle sind Zusatzkosten. Ich gehe mal davon aus, daß die KK zustimmen wird. Ob Sie diese Zusatzkosten dann anschließend erstattet, müsste man erfragen.
    Eine blöde Situation, aber Dir bleiben leider kaum Optionen, zumal ein Wechsel ja für Dich unausweichlich scheint. Gibt es ggf. noch einen anderen KFO, der in Frage käme? Ich würde nochmal das Gespräch mit der KK und dem neuen KFO suchen und auf die Problematik hinweisen. Vielleicht kannst Du die Zusatzkosten in Raten zahlen, zumal es ja im Vergleich zu den genannten 1500€, ein überschaubarer Betrag sein dürfte. Ohne Röntgenbilder sollte sich das im Bereich von 200€ bewegen. Dein Vorteil ist, dass die KK die medizinische Notwendigkeit bereits erkannt und zugestimmt hat. Strittig könnten also nur noch zusätzlich anfallende Kosten sein. Als Neubehandlung kann es nicht laufen, da die jetzige Behandlung nicht abgeschlossen wird und Du lediglich wechselst. Wenn der neue KFO will, dann findet er da einen Weg. Vielleicht schaust Du nochmal, ob es noch einen weiteren KFO gibt. Auch die KK könntest Du um Rat zur Vorgehensweise fragen.
     
  5. momo36

    momo36 New Member

    Guten Morgen joda, vielen Dank nochmal für Deine Antwort. Seit gestern jammert mein Sohn, dass der noch festsitzende Pin auch weh tut. Jetzt ist handeln angesagt. Kann ich eigentlich nochmal einen dritten KFO zur Rate ziehen, oder kann die KK da auch mal dicht machen?
    Ich denke an den Röntgenbildern liegt es nicht eher an den Abdrücken, etc. Mir wurde auch geraten, die Behandlung abzubrechen (natürlich bekomme ich nichts erstattet) und die Krankenkasse zu wechseln. Aber diese Situation ist eigentlich keine Option für mich. Es ist halt alles total verzwickt im Moment. Weißt du, ob es irgendeine Stelle gibt, die unabhängig berät, was ich machen könnte? Vielleicht die Kassenärztliche Vereinigung?
     
  6. joda

    joda Moderator Mitarbeiter

    Bei den meisten KFOs ist die Erstberatung kostenlos. Gerade, wenn Du sagst, dass Du wechseln möchtest, was er ja angesichts der begonnenen Behandlung auch sieht, solltes das kein Problem sein. Wichtig ist, dass Du die Behandlung nicht abbrichst, sondern den Behandler wechselst. Ein Abbruch führt dazu, dass Du den Eigenanteil der KK nicht erstattet bekommst, und zudem könntest Du dann Probleme bei einer erneuten Behandlung, die Du ja dann zwangsläufig möchtest, bekommen. Du äußerst den Wechselwunsch bei dem neuen KFO und der kümmert sich dann i.d.R. um alles. Ich befürchte, dass auch ein dritter KFO den HKP, der in dem frühen Stadium sicher nötig ist, zunächst nochmal berechnet. Ob ein KFO die angefangene Behandlung so, wie geplant fortsetzt, halt ich für fraglich. Was ein KK Wechsel bringen soll, verstehe ich nicht. Es gibt Gutachter und Schiedsstellen. Aber was soll Dir das bringen. Die Behandlung ist noch so frisch, da wird immer Meinung gegen Meinung stehen. Du hast leider keine Wahl. Hol Dir ggf. noch eine Drittmeinung und versuch irgendwie die Summe für den HKP aufzubringen. Du sparst doch jetzt auch vorerst die Privatraten des ersten KFO. Leider eine blöde Situation, die Dich vermutlich immer Geld kosten wird. Aber so, wie es ist, kann es nicht bleiben. Sie vor allem zu, dass das Pin-Problem schnell gelöst wird.
     
  7. Physikus

    Physikus Member

    Hallo Momo!
    Möchte mich Joda anschließen: Das ist wirklich eine saublöde Situation, in die Ihr (Du und Dein Sohn) geraten seid; und auch Euer "Auf den Putz hauen" hat nicht viel geholfen..:( Aber was X-Ray-Pics (Röntgenbilder) etc. angeht: U.U. kannst auch Du selbst die Bilder und Unterlagen beim ersten KFO "an Land ziehen" und abholen; notfalls unter dem Vorwand, Du möchtest alles einer Bekannten zeigen...:D Und egal wer Euer neuer KFO wird, Du kannst alles einfach zum nächsten Termin mitbringen...;)
     
  8. Yasmin S.

    Yasmin S. New Member

    habe meine erste Zahnspange erhalten und bis ich den richtige Kieferorthopäden gefunden habe, hat es ewig gedauert. viel glück bei der richtigen Wahl. Wenn man einen schlechten erwischt kann die Zahnspange schnell zum Albtraum werden.....
     
  9. Masi

    Masi Moderator Mitarbeiter

    Hallo memo36,

    wir haben schon länger nichts mehr gehört von euch. Wie steht es um deinen Sohn? Habt ihr einen neuen KFO gefunden?

    Masi
     

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