Bald GNE und viele Frage wegen der festen Zahnspange.

Dieses Thema im Forum "Feste Zahnspangen" wurde erstellt von zähne89, 4 Dezember 2019.

  1. zähne89

    zähne89 New Member

    Hallo Leute. In zwei Wochen habe ich meine Operation für die GNE.

    Ich habe noch eine Frage zu den Metallringen, welche an den Backzähnen kommen.

    Ich habe links direkt da, wo die Metallringen drauf kommen sollte verblockte Kronen. Mein Kfo meinte, man kann trotzdem eine zahnspange bekommen. Aber wie wurde mir nicht erklärt.

    Daher wollte ich euch fragen.

    Sind diese Metallringen überhaupt erforderlich? Wenn ja, wie befestigen die Kfo diese, wenn zwei Backenzähne als Krone verblockte bzw verbunden sind?

    Danke
     
  2. wolfram

    wolfram Member

    servus zähne89

    grundsätzliches vorweg:
    eine GNE, kann auf zwei arten im OK verankert werden.
    die eine variante sprichst du bereits an, jene mit den "metallringen", welche man "bänder" nennt. siehe hierzu ein beispiel:

    [​IMG]



    eine solche GNE mit bändern, schaut im detail so (bzw. ähnlich) aus:

    [​IMG]



    die zweite variante ist eine sogen. modellguß-GNE, welche bspw. so (ähnlich) ausschaut:

    [​IMG]


    da du nun deine vorhandenen kronen bzw. auch das einsetzen ansprichst:
    auch hier gibt es manch wißenswertes.

    -- sollte es falls tatsächlich die variante mit den bändern werden, so müßen überall dort wo bänder hinkommen, die zahnzwischenräume etwas vergrößert werden, was in der regel mittels beschleifen der zähne am zahnschmelz, erfolgt. sollte sich in einem solchen bereich nun eine zahnkrone befinden, müßte wohl auch diese angeschliffen werden.
    -- zu den abläufen im groben: abdrücke erstellen, schleifen, die GNE wird vom KFO geplant und gezeichnet, so ans KFO-labor gesandt, dort genau nach deiner kiefersituation/vorgaben des KFO erstellt und zum KFO retourniert.
    -- die details, bzw. das einsetzen: die vorbereitung erfolgt durch den KFO/assistentin (zähne säubern, arbeitsort trocknen und halten, ansäuren der zahnoberflächen, klebstoff einbringen etc.). die GNE wird als ganzes (schraube mit ihren armen und bändern) am OK angesetzt, leicht festgedrückt und mittels kleinem hilfsmittel auf welches du mehrmals sachte zu beißen hast, an ihren terminalen ort bewegt, wo der klebstoff hernach auch aushärtet.
    => diese art der GNE hat allerdings einen gewißen nachteil: wird sie später wieder entfernt, bleiben die vormals geschliffenen zahnzwischenräume zeitlebens offen. dies erfordert mehr zahn-/mundhygiene.

    =>> wählt man dagegen die variante der modellguß-GNE, ist nicht nur der ablauf/einsetzen etwas einfacher, sondern die bleibenden zahnzwischenräume können meist auch etwas geringer ausfallen, da modellguß in flüßiger form verarbeitet wird. bei den bändern hingegen, muss jedes band eine gewiße materialstärke aufweisen, damit die arme der GNE überhaupt entweder mittels hartlot oder laserschweißen, aufgebracht werden können.
    ein weiterer nachteil ist auch, sie ist leider teuerer hinsichtlich der finanzierung.

    darf ich fragen, aus welchen gründen genau, es zur wahl einer GNE mit bändern kam? es wäre intereßant und mitunter wichtig, erfahren zu dürfen, was sich diesbetreffend in der kommunikation ereignet hat, nicht zuletzt auch deswegen, weil mir dein KFO scheints nicht so übermäßig mitteilsam scheint.

    aber wie auch immer: es kommt letztlich auf den klebstoff an, und dieser hält auch auf einer zahnkrone. ;)


    ich hoffe, konnte ich dir soweit mal behilflich sein. ansonsten ungeniert wieder fragen, wir helfen gerne.
    bitte berichte doch auch mal noch zum weiteren. vielen dank.


    viele grüße
    wolfram
     
  3. joda

    joda Moderator Mitarbeiter

    Da muss ich leider widersprechen. Der für die Bänder benötigte Platz zwischen den Zähnen wird nicht durch Beschleifen der Zähne (ASR) gewonnen, sondern durch Sparieren. Dazu werden einige Tage vorher Gummiringe zwischen die Zähne geklemmt, die dann den nötigen Platz schaffen. Die Bänder unterscheiden sich nicht von denen, die bei der festen Spange zum Einsatz kommen.
    Auch die Modellgussvariante benötigt mitunter Platz und ist zudem später deutlich schlechter zu entfernen, als die mit Bändern. Sie reicht an den Zähnen ähnlich weit runter, wie die Variante mit Bändern. Der Guss ist zudem dicker, als das sehr dünne Bandmaterial.
    Eine dritte Variante sei auch noch erwähnt. Diese verwendet Kappenschienen, die die kompletten Zähne umschließen. Nachteil ist hier die schlechte Mundhygiene, der Tragekomfort und die schwierige Entfernung.
    Egal bei welcher Variante, die geschaffenen Zwischenräume bleiben nicht offen! Sie schließen sich mit der nachfolgenden Spange bzw. sogar von selbst.

    Gruß
    joda
     
  4. wolfram

    wolfram Member

    servus joda

    du führst intereßante argumente auf, zu welchen ich mich nachfolgend im detail äußern möchte. vorweg möchte ich jedoch zu beachten geben, betrachte ich das alter von @zähne89, was er mit 34 nennt (nicht mehr im wachstum befindend) und zum zweiten möchte auf meine leider ewigdauernde KFO-zeit hinweisen (und den damit verknüpften erfahrungen), von frühester kinderzeit bis heute.

    -- separieren:
    => in der kinder- und jugendzeit, wurde bei mir oft auch mit den bekannten kleinen gummiringen separiert. in dem alter geht das auch gut, da man sich noch in der wachstumsphase befindet.
    => im erwachsenenalter wird je längers je weniger mit gummi's gearbeitet, da es kaum noch was bringt. meiner einer wird nach einer kurzen spangenpause, erneut wieder bespangt sein. auch neue bänder spielen hier eine wichtige rolle. insgesamt 14 stk., falls sich keine weitere änderung mehr zuträgt. daher muß an verschiedenen orten zusätzlich platz geschaffen werden. dies wird mit beschleifen erreicht (spacen mit gummi's sinnlos), laut aktuellsten KFO-besprechungen und wird wohl auch weitverbreitet so ausgeführt, laut seinen weiteren auskünften.

    -- bänder:
    => jedes einzelne band wird in dem beauftragten KFO-labor angefertigt. einzige ausnahmen sind vorkonfektionierte bänder, welche bspw. einsteckmöglichkeiten für spangenbögen, auxillarys, gesichtsbögen, etc., anbieten. zuallermeist finden sich die ersten bänder auf den 4er. da wird, falls brackets mit eine rolle spielen, diese mittels hartlot/laserschweißen aufgebracht. zu allermeist finden sich die weiteren bänder auf den 6ern. da finden sich oft sowohl nachträglich aufgebrachte einsteckmöglichkeiten, wie auch vorkonfektiert, das ganze band.

    -- modellguß:
    => daß modellguß-apparaturen schlechter zu entfernen sind, trifft bedingt zu. da sie eine deutlich größere klebefläche aufweisen, ist es nicht nötig, einen speziell starken kleber zu verwenden. bei bänder hingegen macht dies sinn, da sie eine deutlich kleinere klebefläche anbieten. unter dem strich wird es sich wohl +/- die waage halten. randvermerkt: es wird sich zwar anfühlen, als ließe sich die GNE schlechter lösen, was per se jedoch nur empfindungessache ist, da sie gleichzeitig mehrere zähne umfaßt. deswegen entstehen beim entfernen aber nicht(!) mehr schmerzen wie bei einer GNE mit bänder.
    => dieser ist vorallem in der zahnumgebung, oft dicker. da bin ich völlig bei dir. da ich solche arbeitsschritte jedoch selber schon 1:1 mitverfolgen konnte, kann ich dir versichern, war ich selber erstaunt, wie mimimal(st) wenig platz zwischen zwei zähnen notwendig war.

    -- kappenschienen (winsauer kappenschiene):
    => zähne umschließen, mundhygiene, tragekomfort, da bin ich voll und ganz bei dir. :)
    nur bedingt aber bei dem punkt "schlechter entfernen". die typischen winsauer's weisen in hoher zahl die problematik auf, sich schier alle paar hennenschiße (pardon für diese leider treffende wortwahl) vom kiefer ab zu lösen. probleme hierfür: zum einen mal die schlechte verbindung kunststoff auf zähne und zum zweiten, die verhältnismäßig langen aufbißflächen halten den bißkräften bspw. beim kauen, streß etc., oft nur sehr unzureichend oder garnicht stand, weshalb sie sich nach und nach lösen und letztlich abgehen. meinerseits hatte ich hierwegen in der vergangenheit zum einen selber, und zum anderen noch viel öfter von fremder seite her, viel zuviel negatives gehört und auch direkt mit erlebt.

    -- schließen von lücken:
    => wenn(!) die möglichkeit besteht, die kleinen lücken hernach mit der spange wieder zu schließen, dann ist das wirklich ein glücksfall, bei welchem ich mich für jeden einzelnen freue. lücken laßen sich während der wachstumszeit gewiß schließen bzw. schließen sie sich auch da wieder selber. hierbei widerspreche ich auch nicht. im erwachsenenalter schaut das hingegen anders aus. da sind die chancen auf solche erfreulichen glücksfälle, sehr, sehr gering, wenn überhaupt vorhanden. diese info basiert ebenfalls auf den aussagen meines KFOs, welcher seines zeichens nebst seiner KFO-profeßion, auch die funktion eines uni-dozenten belegt.

    falls es ungewollt mißverständniße gab, bedaure ich dies und hoffe, diese hiermit aufgeklärt zu haben.

    viele grüße
    wolfram
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Dezember 2019
  5. joda

    joda Moderator Mitarbeiter

    Hallo wolfram,

    ich möchte keine Grundsatzdiskussion anfangen, möchte Dich jedoch bitten, keine „falschen“ Informationen zu streuen.

    Nur soweit:
    - Separieren ist in jedem Alter relativ problemlos möglich (mit Gummiringen oder Draht).
    - Bei den Bändern handelt es sich immer um vorkonfektionierte Bänder. Es wird aus einer Vielzahl an Größen das passende ausgewählt (Bandanprobetermin nach der Separierung).
    - Die eigentliche GNE wird an diese Bänder im Labor auf dem Modell (Abdruck mit provisorisch eingesetzten Bänder) angelötet.
    - Die Bänder werden nicht mit Kleber befestigt, sondern mit Zahnzement. Bei entsprechend gutgewählter Größe des Bandes ist es völlig ausreichend den minimalem Spalt zwischen Zahn und Band mit Zement zu füllen. Eine Klebung ist nicht nötig.
    - Der Lückenschluss der minimalen Separierungslücken ist problemlos möglich (notfalls mit Gummiketten). Wäre dem nicht so, wäre die gesamte Behandlung nicht möglich. Entscheidend ist eine optimale Retention.

    Ich habe selbst bereits zwei KFO-Behandlungen hinter mir. Eine im hohen Teenageralter, eine mit Ende 30. Beide mit konventioneller GNE.

    Versteh mich bitte nicht falsch, ich begrüße Dein Engagement hier, allerdings sollten wir aufpassen, nicht durch „falsche“ Informationen zu verunsichern. Ziel soll dies Hilfe sein. Im Zweifelsfall ist es manchmal besser, nicht auf jedem Beitrag zu antworten oder ggf. nur an Fachärzte (Zweitmeinung) zu verweisen.

    Gruß
    joda
     
  6. wolfram

    wolfram Member

    moin joda

    versteh mich bitte auch nicht falsch, ich denke, wir sollten irgendwie unser beides wißen, bündeln. :)

    separieren:
    die draht-variante hatte ich selber noch nicht, ist mir aber bekannt. somit sind also alle drei varianten im einsatz, welche wir kennen. ;-)

    bänder:
    in früher zeit, teenie-/jugendalter, verlief es bei mir genauso. später, im erwachsenenalter, kamen die bänder fixfertig paßend mitsamt apparatur geliefert und eingesetzt (absolut problemlos). es wird bei mir diesmal wohl wieder so laufen, da bislang nix von bandanprobetermin auf dem plan steht oder stehen wird. wie gesagt, auf meinen KFO kann ich mich echt verlaßen.
    somit hätten wir hier also zwei bekannte varianten. :)

    GNE (schraube per se):
    diese gibt es mit und ohne arme. dir scheint die gelötete variante bekannt zu sein, meinerseits beide möglichkeiten. ist doch gut, paßt doch. ;-)

    kleber (grundsätzlich):
    pardon, für diese salopp gewählte begrifflichkeit. selbstverständlich wird nicht "uhu-alleskleber" oder sonst was verwendet. ich denke von ausgehen zu dürfen, besteht bei den fragenden, wenigstens ein gewißes grundwißen.
    habe aber kein problem mit, zukünftig auf meine saloppe begifflichkeit zu verzichten. ;-)

    lückenschluß/gummiketten:
    da drei verschiedene varianten verbreitet sind, denke ich macht es sinn, nicht auszuschließen, können lücken bleiben, aber auch mit ein zu räumen, können diese in bestimmten situationen wieder geschloßen werden. auch hier: das eine sollte das andere nicht ausschließen. ;-)

    dein schlußsatz:
    bin ganz deiner meinung.
    überlegung: wäre es evt. von der forumssoftwear her möglich, bspw. ähnlich eines kompletten fred's, all' unser wißen, an einem ort (1 abgeschloßener fred) zu bündeln? jeweils ein "beitrag" innerhalb des fred's würde eine apparatur kurz umschreiben, mit bild und text. danach das nächste gerät. so könnte man ganz einfach von oben nach unten dem alphabeth nach durchscrollen und sich im groben schon mal das wichtigste ansehen, um hernach mitunter auch die persönlichen fragen viel beßer/genauer formulieren zu können, was letztlich allen nützt. der ganze fred soll nur zum lesen gedacht sein und nicht zum hinzufügen, durch user.

    bin gespannt, ob wir unser beides wißen zusammenbringen können und würde mich darüber sehr freuen.
    (selbstverständlich sind weitere user mit viel und gutem wißen auch eingeladen, mit zu wirken. ;-) )


    liebe grüße
    wolfram
     
  7. wolfram

    wolfram Member

    servus joda

    bitte erlaube mir zu den bändern einen kurzen nachtrag.
    wie ich deine ausführungen erst las, sah ich nicht genau, wo der frosch im gras sitzt. nun sehe ich ihn. ;-)

    was du beschreibst, trifft genau auf die sicht und erlebensweise des patienten zu und ist so betrachtet nicht falsch.

    der KFO hantiert mit verschiedenen bändern herum, bis das richtige gefunden ist. (ähnlich wie beim juwelier mit allen seinen ringmaßen, paßend zu den verschiedensten ringfingern).
    jedes band ist speziell bezeichnet, mit einer klar geregelten größenangabe.
    diese ist nötig, da bspw. beim patienten X für die 6er das band mit größe "BG8" (nur beispielsweise bezeichnung) paßend sein kann, beim patienten Y selbigen alters hingegen, das band mit größe "BG7" etc. .
    ist nun die bandgröße der ganzen bandauswahl beim KFO bzw. für den patienten eruiert, wird diese mitsamt dem auftrag der apparatur, an das betreffende fachlabor gesandt, wo alles die herstellungsphase durchläuft.
    wobei: es gibt in der KFO- bzw. dental-branche auch verschiedene gute adreßen, welche solche quasi "unisex"-bänder im angbot haben. diese sind meist deutlich preiswerter, weil sie in großen mengen und daher als stangenware produziert werden. hierbei sollte beachtet werden, kann die stangenware unmöglich so genau und perfekt paßen, wie wenn selbiges produkt, maßgefertigt wird.
    aber nichts desto trotz, auch die preiswerte stangenware kann bei sorgfältiger auswahl gut passend sein, sodaß zusammen mit dem zahnzement, eine ordentliche arbeit erzeugt werden kann.

    MBE muß es letztlich selber jede*r wißen, was sie/er möchte bzw. was wenn so, vom leistungsträger übernommen wird.

    viele grüße
    wolfram
     
  8. Bea83

    Bea83 New Member

    Hallo,

    da ich seit kurzem auch im „Genuss“ einer GNE bin und vom Alter her ähnlich wie der Fragensteller, möchte ich kurz drauf hinweisen, dass die Zähne mittels kleiner blauer Separiergummis voneinander getrennt wurden. Diese bleiben ein paar Tage drin. Der erste Tag ist kein Problem, Tag 2 und 3 schmerzen ziemlich ;)
    Geklebt wurde die GNE bei mir mit Zement. Sitzt bombenfest.

    Liebe Grüße

    Ps: eine Krone habe ich auch. Ist kein Problem.

    PPs: Sorry- wer lesen kann ist klar im Vorteil. Habe vorhin in der Pause nur kurz überflogen. Habe eine normale Krone und keine über zwei Zähne. Aber wenn der KFO sagt das wird schon gehen, sollte das wohl möglich sein.
    Ich wünsche dir jedenfalls alle Gute für die OP und eine nicht allzu schwere Eingewöhnungszeit mit der GNE. Ich fand den ersten Tag einfach nur den absoluten Horror. Dieses Fremdkörpergefühl im Mund, das Lispeln und das Ständige Hängenbleiben von Essensresten ...
    Man gewöhnt sich aber dran.
    Ich weiß nicht ob das immer so ist, aber bei mir ist, anders als auf den Fotos oben, zwischen den Drähten die über den Gaumen gehen, noch eine Plastikfüllung. So wie man es auch von normalen losen Zahnspangen kennt. Dadurch kann ich das „ch“ in „ich“ nicht gut aussprechen. Mit dem K habe ich auch manchmal Probleme.
    Ansonsten klappt das mit der Aussprache tatsächlich mit der Zeit besser.

    LG
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6 Dezember 2019
  9. zähne89

    zähne89 New Member

    Hallo Leute.

    Ich bereue alles. Mir ist die GNE im Mund geplazt. Habe eine bekommen, welche in das Knochen operiert wird.
    Ws entstand schon eine Lücke. Dann ging alles zurück nach dem Platzen.

    Habe nun vor Silvester ein neues Ambulant reinbekommen. Dies hat der Oberarzt gemacht. Er drehte und sagte, dass der Distraktor sich wieder verbiegt.

    Ich soll jetzt jeden Tag ganz wenig drehen. Ich fühle mich wirklich nicht mehr ganz wahrgenommenen. Denn bei mir soll nur die rechte Seite gedehnt werden. Denn dort ist der kreuzbiss. Der Oberarzt meinte, dass wahrscheinlich der distraktor dies nicht aushält.

    Nun ich soll weiter machen obwohl er meinte, dass es möglicherweise wieder Plätzen wird.

    Bei mir kommen leider keine GNE Apparaturen in Frage. Denn ich habe verklebt bzw verblockte Kronen an den Backenzähne.

    Was soll ich machen wenn es wieder platzt. Eine erneute Operation will ich nicht machen.

    Bekomme 8vh denn, wenn die Erweiterung nicht funktioniert, trotzdem die zahnspange von der KK bezahlt? Denn die zähne haben sich bewegt und sind schief. Denn ich hatte ja anders gekaut, als sich der Kiefer erweitert hat.

    Danke euch
     
  10. Bea83

    Bea83 New Member

    Huhu!

    das klingt ja total grausam ! Wie schrecklich !
    Bei mir wurde die OP vor Ort im Krankenhaus abgebrochen, weil sie mich wegen einer unbekannten Gerinnungsstörung für nicht OP-fähig gehalten haben.
    Daraufhin habe ich eine Anfrage bei der Krankenkasse gestellt, ob sie mir die Kosten auch ohne OP zahlen, und die Antwort war, dass sobald feststeht dass keine OP stattfindet, sie nichts mehr bezahlen.
    Die GNE konnte ich jetzt ohne OP machen. Habe täglich einmal geschraubt für 2,5 Wochen. Eine Zahnlücke habe ich nicht bekommen, aber meine Kieferorthopädin fand alles sehr schön und war zufrieden.
    Es geht wohl scheinbar auch ohne OP!
    Jetzt muss ich die Apparatur noch bis Anfang März drinbehalten und dann entscheiden , ob ich die zweite OP wegen Kreuzbiss und Kiefervorverlagerung machen möchte, oder ob ich mit Herbstscharnier alle Kosten selbst übernehme :(
    Da muss ich aber natürlich erst das Ergebnis der Gerinnungsstörung abwarten.
    Steht denn bei dir auch noch eine zweite OP an?
    Und die erste hat ja bereits stattgefunden, von daher kann die Krankenkasse ja eigentlich zufrieden sein.
    Wie würde denn eine alternative Behandlung ohne OP aussehen? Ganz ohne die GNE Apparatur geht es meines Wissens nicht, zumindest hat meine Kieferorthopädin das so gesagt.
    Und was heißt „nur ganz wenig“ drehen? Eine viertel / halbe Umdrehung pro Tag?
    Hat der Oberarzt selbst nicht gesagt was passiert wenn die Apparatur wieder aufplatzt?

    lG
     
  11. zähne89

    zähne89 New Member

    Hi.

    Also wie es weitergeht muss noch geklärt werden. Ich war noch nicht beim Kfo weil ja die erste apparatur geplatzt ist. Ich werde die Tage zu meinem Kfo gehen und fragen wie es weiter geht. Der Chirurg meinte einfach wenig drehen. Was wenig ist weiss ich auch nicht. Aber ich sehe schon dass der Distraktor sich biegt. Am 16 soll ich noch mal hin dann gucken die was ist wenn es wieder platzt. Eine Lücke habe ich schon. Jedoch muss ja noch lange gedehnt werden. Dies hält die Apparatur bestimmt nicht mehr aus.

    Eine zweite Operation mache ich nicht.
     
  12. Bea83

    Bea83 New Member

    Kommt sowas denn häufiger vor?
    Ich höre das zum ersten Mal. Zumal man ja diese OP macht, eben damit das platzen NICHT passiert. Vor meinem Aufklärungsgespräch hat man mir das als Risiko auch nicht mitgeteilt ..
     
  13. zähne89

    zähne89 New Member

    Mir wurde das auch nicht mitgeteilt. Anfangs dachte ich ich hätte an der falschen Stelle gedreht. War aber nicht so. Der Oberarzt hat mir die zweite eingebaut. Mein Chirurg war im Urlaub. Der Oberarzt hat direkt gedreht und nach 5 mal fing der Distraktor sich schon zu biegen.

    Am liebsten würde ich es nur bis das maximale dehnen und ne zahnspange. Meine Zähne sind richtig schlecht geworden nach diesem Eingriff. Mit schiefen Zähne will ich meine Behandlung nicht abbrechen. Denn meine Zähne waren vor der Behandlung super.
     
  14. joda

    joda Moderator Mitarbeiter

    Das klingt leider nicht gut. Normalerweise ist doch gerade die OP dazu da, den Knochen so zu schwächen, dass anschließend schnell und problemlos gedehnt werden kann. Das ist bei Dir offenbar nicht der Fall. Wenn sich auch der zweite Distraktor direkt verbiegt, spricht umso mehr dafür. Ich bin kein Arzt, kann mir aber nicht vorstellen, dass da in de jetzigen Situation viel zu machen ist. Mir stellt sich auch die Frage, wie gut es ist, da jetzt mit Gewalt dran zu gehen...
    Normalerweise testet der Chirurg direkt nach Einsetzten des Distraktors, ob die Schwächung ausreicht.

    Ich würde, und das ist meine Meinung (bin ja kein Arzt), so schnell wie möglich mit Deinem (!) KFO und Deinem (!) Chirurgen sprechen. Ist das aktuell wegen Urlaubs nicht möglich, dann musst Du selbst entscheiden, ob Du weiter versuchst zu drehen. Ggf. macht auch eine Zweitmeinung Sinn.

    Gruß
    joda
     

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